Musik

Die Musikabteilung

Die Musikabteilung als größte Abteilung des Turnvereins besteht aktuell aus etwa 300 aktiven Musikerinnen und Musikern im Alter von 4-70 Jahren, die in insgesamt sieben Gruppen gemeinsam Musik machen. Diese Gruppen sind die musikalische Früherziehung, die Blockflötengruppe, die Percussiongruppe, das Schülerorchester, das Jugendorchester, das Sinfonische Blasorchester und die Oldie-Band.

Wie man anhand dieser Fülle von Einzel-Gruppen erkennen kann, wird die musikalische Ausbildung in unserer Abteilung groß geschrieben. Den Anfang dieser Ausbildung macht die musikalische Früherziehung für Kinder im Alter von 4-6 Jahren, in der die Kinder spielerisch an die Musik herangeführt werden. Aufbauend darauf können die Kinder dann entscheiden, ob sie Blockflöte lernen oder lieber an der Percussiongruppe teilnehmen möchten.

Im Alter von 8-9 Jahren beginnt in der Regel der Einzelunterricht auf einem gängigen Blas- oder Rhythmusinstrument. Die Instrumentalausbildung der jungen Musiker wird hierbei in professionelle Hände gelegt. Schon nach einem halben Jahr beherrschen die jungen Musiker das „Grundhandwerkszeug“ und sind „reif“ für das derzeit 35-köpfige Schülerorchester unter der Leitung von Eva Schermuly. Hier werden einfache Stücke einstudiert, um den Kindern den späteren Einstieg in das Jugendorchester zu erleichtern. Das Jugendorchester unter der Leitung von Marie Blaum besteht aus ca. 40 jungen Musikern im Alter von 12-19 Jahren. Beide Orchester präsentieren sich beispielsweise beim Jahreskonzert und dem jährlichen, vereinsinternen Jugendmusiktag.

Das Blasorchester besteht aus ca. 80 Musikern mit einem Altersdurchschnitt von nur 25 Jahren. Alljährlich stehen ein Jahreskonzert im Frühjahr, ein Galakonzert im Herbst in der Stadthalle Limburg/Lahn sowie ein Weihnachtskonzert im Dezember als musikalische Höhepunkte an.

Man sieht – insgesamt bietet die Musikabteilung ein sehr breites Spektrum an musikalischen Möglichkeiten und zwar für jedes Alter.

Mehr über die einzelnen Gruppen kann man auf den folgenden Seiten erfahren.

Geschichte

Das heutige Blasorchester des TV Niederbrechen vollzog die gleiche Entwicklung, wie viele andere „Turnerorchester“ im Bund Deutscher Blas- und Volksmusikverbände.
Die Anfänge liegen im Jahre 1949, in dem sich aus einer Gruppe von pfeifenden und trommelnden Turnern, vornehmlich junge Männer, welche nur nach Gehör spielten, der erste Spielmannszug unter der Leitung von Rudi Königstein formierte. Ab 1962 kamen die ersten Fanfaren hinzu und bereits fünf Jahre später zeigte sich ein deutlicher Trend zur „gemischten“ Besetzung, d.h. Spielleute und Fanfaren ergänzt durch einzelne Blasinstrumente.
1970 war ein einschneidendes Jahr in der Geschichte unseres Orchesters. Rudi Königstein gab damals nach 21 Jahren erfolgreicher Arbeit den Dirigentenstab an Hans Steiner ab.
Dank einer intensiven Jugendausbildung durch Hans Steiner formierte sich bereits 1973 das erste Jugendblasorchester, welches als „Nährboden“ für das „Große Orchester“ diente. In dieser ersten Blütezeit wuchs das Blasorchester auf ein beachtliches Format in Bezug auf Größe und Niveau und wurde weit über die heimischen Grenzen hinaus bekannt.
Leider blieb durch das Überangebot an Freizeitgestaltungsmöglichkeiten für Kinder und mangelnde Werbung der musikalische Nachwuchs Ende der 80er Jahre bis Anfang der 90er Jahre aus, wodurch nach einiger Zeit auch innerhalb des Blasorchesters größere Löcher entstanden. Erst intensive Werbung Anfang der 90er Jahre, die Neuformierung des Jugendorchesters 1991 sowie die Gründung der „Musikalischen Früherziehung“ 1992, waren Garanten für die Zukunft und bedeuteten das Ende dieser Durststrecke.
Die Musikalische Früherziehung wurde von Monika Königstein und Dr. Ulrike Wingenbach ins Leben gerufen, welche auch heute noch deren tragende Säulen bilden. Nach vier Jahren zeigten sich bereits die ersten Früchte der neuen intensiven Musikausbildung: 1996 wurde das Schülerorchester mit ca. 10 Kindern unter der Leitung von Monika Königstein gegründet. Heute ist dieses Orchester zu einem gewaltigen Klangapparat mit über 45 Jung-Musikern herangewachsen. Auch das Jugendorchester wuchs und gedeihte: Von 1991 bis 1998 stand es unter der Leitung von Michael Steiner, mit dem es seinen größten Erfolg beim Wertungsmusizieren im Rahmen des Deutschen Turnfests 1998 in München mit einem „1. Rang mit Auszeichnung“ feierte.
1998 folgte dann ein nächster großer Schnitt in der Orchester-Geschichte: Michael Steiner übernahm die musikalische Leitung des Blasorchesters von seinem Vater Hans und Dr. Ulrike Wingenbach wurde neue Dirigentin des Jugendorchesters. Michael Steiner hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Klangkörper des Blasorchesters weiter zu formen und neue Akzente zu setzen. Dies gelingt ihm hervorragend, wie man an den gelungenen Konzerten und dem erfolgreichen Abschneiden bei Wertungsmusizieren sehen kann. U. a. wurde das Blasorchester Turnfestsieger in der Oberstufe mit dem Prädikat „1. Rang mit Auszeichnung“ beim Deutschen Turnfest 2002 in Leipzig und konnte dieses hervorragende Resultat beim Deutschen Turnfest 2005 in Berlin sogar noch steigern: Durch einen erneuten „1. Rang mit Auszeichnung“ und damit dem erneuten Deutschen Turnfestsieg, dieses Mal allerdings in der Höchststufe – ein Prädikat, welches noch kein anderes Höchststufenorchester in der gesamten Geschichte des Deutschen Turnfests erreicht hatte!
Anfang des Jahres 2003 gab es nochmals einen Wechsel an der Spitze des Jugendorchesters.

Zielformulierung der Musikabteilung

Die Freude an der Musik in der Gemeinschaft fördern, sich für neue Literatur begeistern, diese erarbeiten und nach außen tragen.
Eine weitere wichtige Aufgabe ist es Kinder und Jugendliche für ein anerkanntes, anspruchsvolles Hobby zu gewinnen, optimal auszubilden und in den Kreis der Blasmusik-Familie zu integrieren.